Diopter
Dreh- und Angelpunkt der sportlichen Gewehrvisierung ist das Diopter. Es nimmt Iris, Filter und eventuell korrigierende Gläser auf, vor allem aber ist es für die Justierung des Treffpunktes zuständig. Mit der Höhen- und der Seitenkorrektur wird die Ziellinie auf den Kurs des Laufes abgestimmt. Auf Millimeter-Bruchteile genau, denn über 300-, 100-, 50- und erst recht auf 10-Meter kommt es auf jedes Zehntel an.
Die eigentliche Qualität eines Diopters ist deshalb seine Präzision. Genauer gesagt die Verlässlichkeit, mit der es die Klicks in die erwarteten Verlagerungen umsetzt. Ebenso wichtig ist die ‘Schrittgröße’, die bei jedem Klick zurückgelegt wird. Sie sollte fein genug sein, um bei einer 10,8 noch reagieren zu können.
Die mechanische Güte eines Diopters spürt der Schütze schon bei der Befestigung auf der Schiene, vor allem aber beim Klicken selbst. Saubere Funktionen geben Vertrauen und lassen auf lange Lebensdauer schließen.
Während Diopter früher groß und klobig waren, bemühen sich sachkundige Konstrukteure jetzt um möglichst flache und kompakte Gehäuse. Damit behält der Schütze bessere Sicht zum Ziel. Das hilft ihm stehend bei der Regulation der Seitenschwankung. Beim KK-Schießen in Wind und Wetter bleibt so der Blick auf den Raum und die Windfahnen frei.
MEC und centra haben die kompaktesten Diopter in ihrem Programm. Nicht zufällig wurden mit diesen Präzisionsinstrumenten allein im vergangenen Jahr einige der spektakulärsten Ergebnisse erzielt. Wie der neue Weltrekord im 3x20 der Damen oder der WM- und der EM-Titel Luftge-wehr Herren. Es sind - wie so oft im Schießen - die kleinen Unterschiede, die zwischen Niederlage und Sieg entscheiden...


