Graue Filter, farbige Filter und feststehende Korne in höchster Qualität sind die Mittel, zu denen man bei extrem hellen Scheiben vor dunklem Hintergrund greifen sollte. Das ist noch keine Garantie für perfektes Sehen, wohl aber ein Schritt in die gewünschte Richtung.
Wenn das Ergebnis nicht stimmt und das Zielen mühsam war, werden alsbald Brille, Korn und Filter zur Diskussion gestellt. Habe ich wirklich das Beste, was auf dem Markt zu finden ist oder gibt es noch irgendwo etwas Neues, dass den Blick klären könnte?
Bei solchen Überlegungen in den düsteren Stunden eines Wettkämpfers wird oft eine Instanz außer Acht gelassen, die letztendlich die wichtigste ist: Dein Auge selbst.
Das ist nämlich in seiner Leistung ganz erheblich von den Anstrengungen abhängig, die du ihm zumutest. Wer lange, intensiv und ohne Unterbrechungen auf sein Ziel starrt, verliert bald an Sehschärfe, weil die Augen-muskulatur und die chemischen Reaktionen in der Netzhaut erschöpft werden.
Gegen solche Überlastungen schützen schlichte Regeln, die du beherzigen solltest:
- Ziele nie länger als 4 - 8 Sekunden.
- Entlaste die Augen zwischen den Schüssen durch unscharfen Blicke in graue Bereiche.
- Vermeide den Blick in Lampen oder helle Flächen.
- Nutze einen Visor und Blenden, um störendes Licht abzuhalten.
