Tunnel, Libelle, Adlerauge
Beim KK-Schießen ist das Verkanten deutlich problematischer, weil die Zehn erheblich kleiner ist. Hier reichen schon geringe Abweichungen nach links oder rechts, um den Innenkreis zu verfehlen.
Die Sportordnung gestattet dem Kleinkaliberschützen traditionell sensiblere Hilfen, um die Lage des Gewehrs im Auge zu behalten. Neben den Balken im Korntunnel darf eine Wasserwaage (oder Libelle) eingesetzt werden. Gestattet ist außerdem ein ‘Richtkreuz’, das sind horizontale Stangen, die seitlich über den Korntunnel hinaus die Waagerechte markieren.
Die Frage nach der idealen Verkantungskontrolle kann hängt von zwei Faktoren ab: Von den Lichtverhältnissen und vom Können des Schützen. Auf gut ausgeleuchteten und hellen Ständen kannst du frei wählen, ob du innenliegende, außenliegende Wasserwaagen oder Richtkreuz bevorzugst. Hier wäre der genaueste Methode oder die deiner Wahl zu empfehlen.
Auf dunklen Ständen hat der KK-Schütze kaum eine Wahl. Hier wird er zu der Kontrolleinrichtung greifen, die sich am besten erkennen lässt. Das Richtkreuz oder eine beleuchtete Libelle ist hier wahrscheinlich angesagt.
Wer gerade mit dem KK beginnt oder es (z.B. beim Stehendschießen) mit dem Verkanten nicht so genau nimmt, der sollte sich von vornherein mit den Balken im oder am Korntunnel begnügen. Die erlauben eine hinreichende Einschätzung, ohne die Wahrnehmung groß in Anspruch zu nehmen.
Ganz anders verhält es sich bei Top-Schützen und im Liegendanschlag. Hier zählt jedes Zehntel, gleichzeitig steht in diesen Fällen genügend Zeit und Halteruhe zur Verfügung, um den Winkel präzise auszurichten.
Welches Werkzeug für dich unter welchen Bedingungen das bessere ist, entscheidet letztlich der Test auf dem Schießstand. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, bietet centra dir das komplette Spektrum der Möglichkeiten.







