Eine gerade, aufrechte und damit bequeme Haltung des Kopfes, auch für größere Schützen. Das ist der wesentliche Fortschritt, den die Sportordnung mit Einführung der 60 Millimeter Distanz zwischen Kornmitte und Laufachse gewährt. Erreicht wird diese Höhe für Diopter und Korntunnel mit Hilfe von Visierlinienerhöhungen. Die erlauben es, den Abstand in Millimeterschritten anzuheben. Teilweise erlauben sie zusätzlich seitliche Bewegungen.
Die Position des Kopfes ist beim Stehendschießen in mehrfacher Hinsicht bedeutend. Die Lage muß bei jedem Schuss exakt reproduziert werden, damit das Auge gut in die Visierlinie kommt und damit die Balance des Anschlages stimmt. Um die räumliche Wahrnehmung und damit die Balance des Anschlages zu erhalten, sollten beide Augen etwa auf die gleiche Höhe gebracht werden. Neigungen des Kopfes führen demgegenüber zu Seitenschwankungen. Erreicht wird eine gerade, aufrechte Kopfhaltung vor allem durch zwei Einstellungen am Gewehr: Die möglichst hohe Anbringung des Diopters und eine korrekte Position der Schaftbacke. Um deine Idealposition zu finden, solltest du das Diopter auf maximale Höhe setzen und anschließen die Schaftbacke von deinem Gewehr entfernen. Schieße so 10 bis 20 Schüsse und registriere, wie dein Kopf ganz von selbst zu einer natürlichen Haltung findet. Wenn du anschließend die Schaftbacke wieder einsetzt, wirst du feststellen, das sie deinen Kopf deutlich zur Seite zwingt und damit eine Neigung provoziert. Verlagere die Backe deshalb soweit nach rechts wie nötig. Falls dein Gewehr hier nicht genügend Spielraum bietet, solltest du dich um handwerkliche Lösungen bemühen... Die genaue Einstellung der Backe in Seite, Höhe und Drehung ist auch entscheidend, wenn es darum geht, das Auge genau vor der Iris zu plazieren. Gute Schützen bessern hier vor jedem Schießen behutsam nach, um Zielfehler zu vermeiden.