Der Handstop und seine Bedienung sind für viele Schützinnen und Schützen ein Buch mit sieben Siegeln. Sieht man die Anschläge im Lande, dann fallen dem kundigen Betrachter immer wieder einfache Fehler auf, die erst in der linken Hand schmerzen dürften und später beim Anblick der Ergebnisliste für seelische Qualen sorgen.
Erster und wesentlicher Gesichtspunkt für die Riemenanschläge ist ein angemessener Schaft-Querschnitt. Große Umfänge zwingen kleine Hände in eine gespreizte und damit verspannte Haltung. Unter dem Druck von Gewicht, Riemen und längeren Schießzeiten wird ein solches Spagat bald zu einer körperlichen Qual, die jede Konzentration und vor allem den Spaß an der Arbeit trübt. Achte deshalb beim Kauf einer Waffe auf einen Vorderschaft, der schmal genug ist. Ändere deinen Schaft notfalls ab. Beim Handstop gilt diese Empfehlung sinngemäß, auch hier kommt es auf schlanke Bauart und Anpassungsfähigkeit an. Gerade junge Schützen, die den Dreistellungskampf mit dem Luftgewehr aufnehmen, sind hier auf die gewissenhafte Beratung durch den Trainer angewiesen.
Gute Handstops lassen sich seitlich verlagern, damit der Daumen etwas seitlich am Schaft angelegt werden kann. Dieser kleine Unterschied sorgt nicht nur für geringere Verspannungen der Hand, er verhilft der Waffe auch zu einem ‘sauberen’ Sprung in der Schussentwicklung. Das ist ein wesentliches Geheimnis, insbesondere in den KK-Disziplinen.